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Fair Fashion und Second Hand sind 2020 voll im Trend

Second Hand Kleider im Trend | Landanzeiger-Shopping

Pranvera Ukshini verkauft an einem Event bis zu 2,2 Tonnen Kleider zum fixen Kilopreis.

Nachhaltige Mode spielt eine immer wichtigere Rolle. Nachhaltige Mode oder auch Fair Fashion genannt – bezeichnet Bekleidung und Accessoires, bei deren Produktion weder Mensch noch Umwelt zu schaden kommen.

Viele Modemarken setzen hier Schwerpunkte und fokussieren sich entweder auf den sozialen oder mehr auf den ökologischen Aspekt. Zudem werden auch Recycling und Wiederverwertung immer wichtigere Begriffe in der Fashion- Szene.

Der Trend ist in der Schweiz noch nicht ganz angekommen
Wenn man sich nicht gross mit nachhaltigen Modelabels beschäftigen will, ist der einfachste Weg, einen Teil zur Nachhaltigkeit beizutragen, Second Hand-Ware einzukaufen. Während sich in den umliegenden Ländern bereits Second Hand-Laden an Second Hand-Laden an Vintage-Laden einreihen, ist der Trend in der Schweiz scheinbar noch nicht ganz angekommen.

Das Bedürfnis ist aber da, wie sich auch am Vintage- Kilo-Sale in der Aarauer Märthalle zeigte, der vor gut zwei Wochen stattgefunden hat. Den Trend und das Bedürfnis erkannt, hat Pranvera Ukshini. Sie hat sich mit dem Verkauf von Second Hand- und Vintage-Ware selbstständig gemacht.

Im Dezember 2018 hat sie mit einem ersten Anlass und 300 Stücken begonnen. Das kam so gut an, dass sie sich entschieden hat, weiterzumachen. In diesem Jahr gab sie ihren Job als Immobilienverwalterin auf und machte sich selbstständig.

Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Genf, Lugano, Lausanne – mit ihren Vintage-Events reist sie durch die ganze Schweiz und war nun zum ersten Mal auch in Aarau. «Ich bin positiv überrascht, wie gut es auch in Aarau ankommt. Das ist grossartig», sagt Pranvera Ukshini. Sie sei sicherlich nicht das letzte Mal in Aarau gewesen.

Bis zu 2,2 Tonnen Vintage-Kleidung zum Kilopreis
800 Kilo Kleidung hat sie in die Märthalle mitgenommen. Das ist eher wenig, sagt sie: «Normalerweise habe ich um die 1,7 Tonnen dabei.» Und es wird immer grösser. Im Dezember plant sie ihren bisher grössten Event im Foyer der Mag-Halle in Zürich mit über 2,2 Tonnen.

Speziell an ihren Events ist, dass die Stücke in Kilopreisen zu 50 Franken das Kilo verkauft werden. Auch dieses Konzept hat Pranvera Ukshini im Ausland entdeckt und fand es grossartig. Die Kleidung schnell auf die Waage gelegt und der Preis steht fest. Auch dieses Konzept käme richtig gut an, sagt sie.

«Second Hand hat nichts mit alten, muffigen Kleidern zu tun. Man kann auch aus alten Dingen und mit der richtigen Kombinationen ein tolles Outfit kreieren», sagt Pranvera Ukshini. Seit Jahren kauft sie selbst nur noch Vintage und Second Hand. «Es ist cooler Style zu einem guten Preis. Und für mich ist es die nachhaltigste Variante zum Einkaufen », sagt sie.

Weitere Informationen und die Daten der nächsten Events gibt es auf www.veintagerevive.com.

Text: Sarah Künzli | Bild: Shanna Camilleri – Unsplash