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Vom Schenken und den Weihnachtswichteln

Weihnachtswichtel | Landanzeiger-Shopping

Das heimliche Schenken bereitet Freude

An den Weihnachtsmann glaubt Maximilian schon lange nicht mehr, auch nicht an den Samichlaus. Und schon gar nicht an kleine Wichtel, die in der Adventszeit unterwegs sind und heimlich Geschenke verteilen. Wer verschenkt denn schon etwas freiwillig und einfach nur so, ohne dass man etwas von ihm sieht oder hört? Ein Märchen ist das. Aber ein Schönes, das es nicht gibt. Leider.

Maximilian staunt aber sehr, als er eines Adventmorgens ein buntes Päckchen vor seiner Haustüre liegt. «Für Maximilian von deinem Weihnachtswichtel », steht auf der kleinen Karte, das jemand auf das Päckchen geklebt hat. Weihnachtswichtel? Aufgeregt packt Maximilian das Päckchen aus und findet ein Buch aus seiner Lieblingsabenteuerserie. Es ist das neueste, das er noch nicht kennt und das er sich schon so sehr wünscht. Wie toll ist das denn? Und wie aufregend! «Wer bist du, Weihnachtswichtel?», ruft Maximilian ins Treppenhaus hinaus. «Und woher weisst du, dass ich mir genau dieses Buch gewünscht habe?» Klar, der Wichtel ist längst verschwunden. Maximilian wundert sich. Wer mag dieser geheimnisvolle Kerl sein? Und warum legt er ihm klammheimlich ein Geschenk vor die Tür?

Das fragt er später auch seinen besten Freund Jan. Der aber zuckt nur ratlos mit den Schultern. «Das ist halt so eine Adventssitte», meint er. «Da darfst du nie erfahren, wer dein Wichtel ist.» Das kann Maximilian nicht begreifen. «Ist doch blöd, wenn man nicht weiss, wer einem etwas schenkt, oder?» Jan schüttelt den Kopf. «Ich find es spannend! Ausserdem, sagt meine Mama, ist die Adventszeit eine Geheimniskrämerzeit. » Stimmt. Geheimniskrämereien mag Maximilian auch gerne. Trotzdem ist er schrecklich neugierig. Wenn er nur wüsste, wer ihm das Päckchen vor die Tür gelegt hat!

«Nicht mal ‚Danke‘ kann ich zu ihm sagen», knurrt er. «Weihnachtswichtel mögen das Wort ‚Danke‘ nicht leiden», meint Jan. Na ja. So recht glauben kann Maximilian seinem Freund dies nicht. Und überhaupt: Warum grinst Jan die ganze Zeit so komisch? Ob er etwa Wichtel gespielt und ihm dieses Päckchen vor die Tür gelegt hat?

Den ganzen Tag grübelt Maximilian darüber nach. Und plötzlich hat er eine Idee. Er lächelt und reibt sich die Hände. «Morgen lege ich ein Päckchen vor Jans Haustür. Dann kann der sich mal den Kopf zerbrechen, wer sein Weihnachtswichtel ist. Ha, er wird es nie raten!»

Voller Vorfreude sieht Maximilian das ratlose Gesicht seines Freundes vor sich, und plötzlich begreift er die Sache mit den Weihnachtswichteleien. «Komisch», findet er. «Diese Wichtel sind gar kein Märchen. Und jemandem heimlich etwas zu schenken, macht viel mehr Spass als selbst etwas geschenkt zu bekommen.»

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine geruhsame Adventszeit und viel Spass beim «Waichteln».
Ihr Landanzeiger-Team

Bilder: Shutterstock

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